Knochenmarktransplantation – wann und wie?

 

Knochenmarkstransplantation ist eigentlich eine Stammzellentransplantation – dies sind die Zellen, die für die Blutproduktion im menschlichen Körper verantwortlich sind. Es wird zur Wiederherstellung des Blutsystems verwendet – in der Regel bei Patienten mit:

  • Leukämie (Blutkrebs)
  • Lymphom (hämatologischer Knochenkrebs)
  • Multiples Myelom (maligne Knochenmarkserkrankung, die durch zelluläres Plasma verursacht wird)
  • aplastische Anämie

In der Vergangenheit wurden Stammzellen mit speziellen Spritzen aus dem Knochenmark gewonnen, aber diese Methode wird heute sehr selten angewendet. In den letzten Jahren wurden Stammzellen mit Hilfe von speziellen Medikamenten aus dem Knochenmark in das Blut transportiert und mit einer als „Apherese“ bezeichneten Methode geerntet, bei der kein chirurgischer Eingriff erforderlich ist. Mit dem Transplantat selbst wird Knochenmark intravenös auf den Patienten übertragen. Aufgrund ihrer biologischen Eigenschaften finden die Zellen das Knochenmark selbst und somit beginnt das Blut zu produzieren. Der schwierigste Teil einer Knochenmarkstransplantation besteht darin, den Patienten zu verfolgen, bis das Knochenmark an der neuen Stelle zu funktionieren beginnt. Genau dann können Komplikationen wie Anämie, Infektionen und Blutungen auftreten. Für den Erfolg des Verfahrens ist es daher wichtig, dass es von einem erfahrenen Team durchgeführt wird.

Tags:
No Comments

Post A Comment

Pin It on Pinterest

Shares
Share This